ERBEESSEN

ein performatives Denkmal für die Opfer der NS-Morde in der Erlanger "HuPfla"

 

- Dieses Projekt findet in Kooperation mit ZSL e.V. statt und wird gefördert durch die Kulturförderung der Stadt Erlangen, Demokratie leben!, der Sparkasse Erlangen-Hochstadt und der Kulturstiftung Erlangen - 

3 Tage, 42 Stunden. Barrierefrei. Für alle.

 

Es ist wichtig, dass wir uns an die Vergangenheit erinnern, um uns Fragen zu stellen, wie:

In welcher Gesellschaft wollen wir heute leben? Wie werden Menschen, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen noch heute stigmatisiert? Was können wir im täglichen Leben tun? ...Gegen Ableismus, gegen der Angst vor dem Unbekannten. 

Von 19. bis 21.11. öffnet das performative Denkmal seine Türen - täglich von 10 bis 24 Uhr

in der Hauptstraße 43 in 91054 Erlangen.

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Das nationalsozialistische Regime hatte klare Vorstellungen über Normalität, soziale Rollenbilder, sowie davon, welche Leistungen ein Mensch zu erbringen hat, um Anspruch auf ein würdevolles Leben zu haben. Menschen, die aufgrund einer Behinderung oder Erkrankung nicht diesen Vorstellungen entsprachen wurden in "Heil- und Pflegeanstalten" gebracht, von wo aus sie deportiert wurden, oder wo sie aufgrund gezielter Vernachlässigung verhungerten. So auch in Erlangen. Leider ist dieses Thema bis heute kaum im gesellschaftlichen Diskurs angekommen.

 

Das Performance-Projekt ERBEESSEN bietet gleichermaßen einen kritischen Zugang zum damaligen Leistungsdenken, wie auch zur aktuellen Debatte rund um Erinnerungskultur und Ableismus. Wir wollen Gespräche führen, die es nie gegeben hat, Menschen in den Mittelpunkt rücken, die zu Lebzeiten am Rande der Gesellschaft standen. ERBEESSEN soll einen Raum bieten - für Begegnung, Austausch, Neugier, Diskussion...

 

Die Texte des performativen Denkmals fokussieren sich auf die Erlanger "Heil- und Pflegeanstalt" und basieren auf Krankenakten, Sekundärliteratur, sowie Gespräche mit Angehörigen und Zeitzeug:innen.

Eintrittskarten können vor Ort erworben werden. Die Preisempfehlung liegt bei 5-12€. Der Erwerb eines Tickets berechtlicht zu beliebig häufigen und langen Besuchen der Performance.

Konzept:

Valentina Eimer, Viktoria Maier

Performance:

Simon Schießl, Viktoria Maier

Regie:

Valentina Eimer

Technik:

Felix Bogner

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Als Auftaktveranstaltung zum performativen Denkmal findet im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie am 02.10.21 ein Fishbowlgespräch (interaktive Podiumsdiskussion) statt: 

Aus der Reihe tanzen, damals und heute. - Offene Diskussion über die heutige Perspektive auf die NS-Morde in der Erlanger “HuPfla”. 21:30 bis 22:30 in der Stadtbibliothek Erlangen (Marktplatz 1, 91054 Erlangen)